Eine kleine Geschichte zur Kamera!
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Kameras sind heute allgegenwärtig und überall in allen Formen und Varianten zu finden. Vom Schnappschuss mit der Handykamera bis hin zum professionellen Kunstfoto, porträtieren Kameras die Momente unseres Lebens. Auf manche Varianten könnten wir auch gerne verzichten (man denke an Blitzlichtgeräte im Straßenverkehr) aber im Grunde bereichern Kameras unser tägliches Dasein.
Umso interessanter erscheint es da die Entwicklung der Kamera etwas zu beleuchten. Von den bescheidenen Anfängen der Fotografie, über Aufstieg und Fall der auf Film basierenden Kamera spiegelt diese Geschichte auch den Aufstieg der gesamten Technologie wider. Werfen wir also einen Blick auf die Evolution dieses Geräts.
Die Anfänge
Laut Wikipedia wurde das erste Foto im Jahre 1814 von Nicephore Niepce aufgenommen. Dabei handelte es sich noch nicht einmal um ein dauerhaftes Bild, nichtsdestotrotz markierte dieser Moment die Anfänge der Fotografie. Um aber dem Geheimnis der Kamera auf die Spur zu kommen, müssen wir sogar noch weiter in der Zeit zurückreisen.

Zu Beginn des Hochmittelalters, im Jahre 1021, veröffentlichte Ibn al-Haytham sein Buch Book of Optics, in dem er Details zur Funktionsweise der Camera Obscura festhielt. Dieses Gerät, welches man als eine Art Vorläufer der Kamera betrachten kann, nutze bereits eine Linse und eine Lochblende um ein seitenverkehrtes Bild auf eine Sichtfläche zu projizieren.
Etwas mehr als zwei Jahrhunderte später wurde die Camera Obscura von Robert Bacon in seinem Werk Perspectiva als Teufelszeug verdammt, was unter anderem auch für die Angst vieler christianisierter Naturvölker verantwortlich sein könnte, dass die Aufnahme einer Fotografie die Seele einer Person stehlen könne (was aber hauptsächlich auf die sogenannten „Mirror Taboos“ zurückzuführen ist).
Zum vergrößern auf das Foto klicken.
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Nun unternehmen wir einen größeren Sprung entlang der Zeitleiste und begeben uns in das Reich der professionellen Fotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Korona View Kamera war eine elegante, oftmals aus Mahagoni Holz gefertigte Konstruktion, die von Gundlach aus Rochester, New York ersonnen wurde. Obwohl als View Kamera bezeichnet, handelt sich dabei eher um eine Feld Kamera, da sie für damalige Zeiten relativ komfortabel transportiert werden konnte. Die Großfilmkamera diente vielen Forschern dazu, neue Entdeckungen auf Bild zu bannen.
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Zu dieser Zeit kamen Kameras meist in zwei Varianten daher: Entweder im Box- oder im Faltformat. Der Kodak Brownie etwa (oben abgebildet) ist ein gutes Beispiel für eine Boxkamera.
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Während die mit Roll-Film arbeitende Ansco Buster Brown das Faltformat verkörpert.
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1938 erblickte die Univex Mercury das Licht der Welt, die sich durch ein einzigartiges Halbmond Design und einen metallenen, drehbaren Kameraverschluss auszeichnete. Eine verstellbare Brennweite und austauschbare Linsen rundeten diesen Vorstoß in die Moderne ab. Dieses Modell stand Pate für die Konstruktion vieler zukünftiger Kameramodelle.
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Das Design der Bellowschen Ausweitung für die Fokussierungslinse lässt sich bei frühesten Kamera Designs, bei Pressekameras in den 50er Jahren (wie zum Beispiel den gezeigten Busch Pressman und Graflex Speed Modellen) und bei Polaroid Kameras der späten 60er Jahre beobachten. Die stetige Verfeinerung dieser Technik zeigt auch, dass sich die Entwicklung der Kamera in evolutionären, und nicht revolutionären Schritten vollzog.
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Die Derby-Lux wurde 1945 von Gallus aus Paris entwickelt. Man beachte das Gehäuse aus maschinell bearbeiteten Aluminium, das seiner Zeit um Längen voraus war. Die Technik Trendsetter von Apple verwendeten dieses Design zum Beispiel bei Ihrer MacBook Reihe.
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Die Imperial Kamera, das Flaggschiff von Herbert George Co aus Chicago, weist ein paar einzigartige Merkmale auf. Es war damals die offizielle Kamera der Girl Scouts (eine Vereinigung der weiblichen Pfadfinder Amerikas) und war in leuchtenden Farben erhältlich, war ihr ein Image als „Spaß-Kamera“ einbrachte.
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Zeiss Ikon wurde im Jahr 1926 durch die Vereinigung von vier verschiedenen Kameraherstellern gegründet und war ein Schwesterunternehmen der legendären Carl Zeiss Optik aus Jena. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Produktion kurzzeitig unterbrochen, da einige Werke des Unternehmens Russland als Wiedergutmachung für Kriegsschäden zugesprochen wurden.
Sehr zum Missfallen der deutschen Kameraindustrie, musste Zeiss Ikon 1972 die Produktion einstellen. Der gute Ruf von Zeiss Optik hat sich jedoch nicht verflüchtigt und heute wird die Zeiss Ikon Marke wiederbelebt.
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In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es auf dem Markt einige Variationen populärer Kameradesigns zu erwerben. Vergleichen Sie zum Beispiel mal die besondere Kodak Brownie Starlux mit der USSR FED3 Rangefinder aus dem Jahre 1963. Von der FED3 Kamera Reihe wurden über zwei Millionen Exemplare verkauft.
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Die 1972 eingeführte SX-70, war die erste Sofortbildkamera. Der Film dieser Kamera konnte sich selbst bei Tageslicht selber entwickeln. Ein wahrer Segen für Nachwuchsfotografen aus aller Welt. Der Film, wie man ihn oben rechts sehen kann, war schon das eigentliche Foto, dabei dicker als herkömmliche Bilder und mit einem breiten weißen Rand versehen.
Diese neue Technik erlaubte es Fotografen, Bilder zu schießen, die vielleicht zu riskant zum Einschicken in ein Fotolabor gewesen wären. Gutes Timing natürlich, dass die HC_SX70 genau noch rechtzeitig zum Ende der sexuellen Revolution auf den Markt kam.
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1982 machte Kodak einen großen Wirbel um die gerade vorgestellte, sogenannte Disc Kamera. Kodak versuchte dadurch ein neues Aufnahmeformat zu etablieren, welches sich durch vereinfachte Entwicklung auszeichnete. Doch die 15 Fotos fassenden Discs verschwanden innerhalb von 10 Jahren mitsamt der dazugehörigen Kameratechnik von der Bildfläche. Immerhin wurde die Technologie weiterentwickelt und führte schließlich zum qualitativ überlegenen 35mm Film Format.
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1990 war es dann Zeit für einen großen Schritt in Richtung heutiger Kameratechnologie, denn in diesem Jahr wurde die erste käuflich erwerbbare DigitalKamera herausgebracht. Es handelte sich dabei um das Dycam Model 1, welches auch unter der Bezeichnung Logitech Fotoman bekannt war. Heutzutage wagt es kaum noch jemand eine Digitalkamera mit weniger als 10 Megapixel zu entwickeln, doch die Dycam hatte gerade mal 320×240 Pixel und konnte zudem nur Aufnahmen in Schwarz-Weiß anfertigen. Das gute Stück kostete dabei knapp 2000 Dollar. Dennoch kann das Modell als Vorbote für die Zukunft der Kameratechnologie angesehen werden.
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(iPhone image courtesy Apple)
Um das Jahr 1999 herum war die Digitale Fotografie endgültig im Mainstream angekommen. Als Nikon die D1 auf den Markt brachte, war plötzlich die Digitalkamera eine professionelle Wahl für viele Anwendungsmöglichkeiten. Sie war kompatibel mit der ganzen Nikon F-Mount Linsen Serie und konnte dadurch genau an die Bedürfnisse professioneller Fotografen angepasst werden. Sie verfügte über 2,7 Megapixel und konnte 4,5 Einzelbilder pro Sekunde aufnehmen.
Die wiederverwendbare Speicherkarte gab auch Alltagsfotografen die Möglichkeit über die jetzt unbegrenzte Aufnahmefähigkeit großartige Schnappschüsse zu erzielen. Man konnte einfach hundert Fotos aufnehmen, die gelungenen behalten und den Rest wieder löschen. Und das immer wieder, ohne Kosten. Die Tage böser Überraschungen nach der Entwicklung des Films waren gezählt.
Womit wir schon im Hier und Jetzt angekommen wären, wo es schon schwierig ist, ein modernes Handy ohne Kamera zu finden. Kameras sind längst keine Luxusware mehr, sondern haben sich zu Massenartikeln entwickelt. Nie war es so leicht wie heute, spezielle Moment überall und zu jeder Zeit festzuhalten. Die einzige Schwierigkeit besteht mittlerweile darin, unter all der Bilderflut die wirklich wichtigen Fotos zu bewahren. Aber angesichts der heutigen Möglichkeiten, nimmt man dies gerne in Kauf.
Autor: D.Eberhardt





















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vor 1 Monat
Super! Schöner Streifzug durch die Geschichte der Kamera
LG, Kerstin
vor 1 Monat
Da hast du recht @Kerstin, bin auch begeistert von dem Artikel besonders weil ich ja erst richtig mit der Digitalfotografie angefangen habe. Glaubt man ja gar nicht was es da alles vorher schon gegeben hat.
Lg,
Rewolve44
vor 1 Monat
Wirklich ein interessanter Artikel. Ja die Kameras sind heute kein Luxus mehr sie gehören einfach zu unserem Leben. Ich habe mal versucht ein Handy ohne Kamera zu bekommen ich wurde echt im Laden ausgelacht. Der Verkäufer hatte nicht verstanden das ich keine Kamera im Handy brauche. Ich habe als Antwort bekommen da kann man doch sehr schöne Fotos mit machen ok da habe ich dann mal gelacht.
Also wirklich sehr lesenswert dein Artikel hasse sehr schön gemacht.
Wünsche einen schönen Donnerstag
LG Mone
vor 1 Monat
Ja die gute alte Zeit, ein toller Bericht und wenn man die Fotos sieht hätte ich gerne das eine oder andere Stück von den ersten Fotos.
LG, Hookie
vor 1 Monat
Ganz Ehrlich? Ich bin froh die analoge Zeit hinter mir zu haben. Mensch wenn ich daran zurück denke und was ich da an Zeit investiert habe, Puha kann ich da nur sagen.
LG Gerd
PS: Danke nochmal für Dein nettes Angebot, aber ich habe mich noch nicht entschlossen.
vor 1 Monat
Hier hat sich der Autor viel Mühe gegeben…echt ein netter Artikel bei dem man auch etwas dazu lernt
LG
Andrea
vor 1 Monat
Ja das ist eine unheimlich spannende Geschichte, was sich da so alles die letzten Jahrzehnte getan hat, angesichts der heutigen Technik!!
Mein erstes Stück würde heute vermutlich auch im Museum stehen *gg*
Liebe Grüße
KErstin
vor 1 Monat
Danke für diesen kurzen Abriss!
LG, Coralita
vor 1 Monat
Toller Beitrag…sehr schöne Kameramodelle.
Mit welcher fotografierst Du???
Hab’ da auch noch ein paar Schätzchen im Keller (müsste ich mal suchen gehen).
Und das älteste Foto gib es hier:
http://www.freelens.com/foto/das-aelteste-foto-der-welt